Zahlreiche Anträge aus Bürgerschaft und Politik in den vergangenen Jahren verdeutlichen ein dauerhaft verbreitetes Bedürfnis nach mehr Verkehrssicherheit, weniger Lärm, besserem Schutz der Gesundheit sowie einer insgesamt höheren Aufenthalts- und Lebensqualität in unseren Quartieren.
Tempo 30 bedeutet weniger Unfälle und weniger Lärm. Zudem sind Tempo-30-Zonen kostengünstig, erfordern nur geringe Infrastrukturmaßnahmen, wirken sofort und steigern nachweislich die Lebensqualität vor Ort.
Auch der häufig angeführte Zeitverlust hält einer sachlichen Betrachtung nicht stand: Die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit im städtischen Verkehr liegt bereits heute deutlich unter 30 km/h – selbst auf Hauptverkehrsachsen wie dem Ring. Der Unterschied in der Fahrtzeit beträgt Sekunden, nicht Minuten.
Geschwindigkeitsbeschränkungen können mittlerweile ausdrücklich auch aus Gründen des Klima- und Umweltschutzes, des Gesundheitsschutzes sowie zur Unterstützung einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung angeordnet werden.
Bündnis 90 / Die Grünen beantragt eine systematische Überprüfung, in welchen Wohnquartieren und Wohnstraßen derzeit Tempo-30-Anordnungen bestehen und in welchen weiteren Straßen und Bereichen die Anordnung von Tempo 30 nach der Novellierung der STVO fachlich sinnvoll und rechtlich möglich ist.
Bündnis 90 / Die Grünen beantragt den Beitritt der Stadt Rheda-Wiedenbrück zum Verein „Neue Mobilität in Paderborn e. V.“.
Dadurch ergibt sich für Rheda-Wiedenbrück die Möglichkeit, fachliche Unterstützung für die Entwicklung moderner Mobilitätskonzepte in Anspruch zu nehmen.
Ein wesentliches Projekt von NeMo ist die Entwicklung von konkreten Konzepten für autonomes fahren, wie es bereits als Pendelverkehr zwischen Rheda und Wiedenbrück in der Diskussion ist.
Die Unterstützung durch NeMo wird weitestgehend durch NRW gefördert. Andere Kommunen.
Der Kiebitz, einst ein häufiger Gast in den Feuchtwiesen und Äckern der Emsniederung in unserer Stadt, ist akut bedroht. Im Kreis Gütersloh ist der Bestand der charakteristischen Vögel mit der markanten Federhaube innerhalb von nur zehn Jahren um 50 Prozent eingebrochen.
Zur Intensivierung des Kiebitz Schutzes sowie zur Umsetzung geeigneter Schutzmaßnahmen beantragt Bündnis90/Die Grünen Haushaltsmittel für Stellenanteile bei der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld e. V. einzustellen.
Folgende Maßnahmen sollen im Rahmen des Projektes in Rheda-Wiedenbrück gemeinsam mit den Landwirten umgesetzt werden:
Die Stadt Gütersloh hat 2022 gemeinsam mit der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld e.V. das Pilotprojekt "Kiebitznotfallprogramm" gestartet. Mit Erfolg: Durch gezielte Maßnahmen wie die Markierung von Gelegen, die Zusammenarbeit mit Landwirten und den Aufbau von Elektrozäunen gegen Fressfeinde konnte der Bruterfolg verbessert werden.
Ohne die Unterstützung der Landwirte geht es nicht. „Wir müssen die Bauern mit ins Boot holen“, sagt Ratsfrau Elisabeth Frenser. „Nur gemeinsam können wir passgenaue Lösungen finden.“ Geplant sind Gespräche mit den Bewirtschaftern, um Schutzmaßnahmen wie Bewirtschaftungsaufschübe oder die Anlage von Feldvogelinseln zu vereinbaren.
Rathausbegrünung - sachlich prüfen, konsequent gestalten. Zukunftsfähige Stadtentwicklung beginnt im Zentrum
Bündnis 90 / Die Grünen beantragen die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zu Varianten, Kosten, Pflegeaufwand und Nachhaltigkeit einer Rathausbegrünung mit Prüfung der statischen, denkmalrechtlichen und förderrechtlichen Voraussetzungen
Es soll eine transparente Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung vorgelegt werden.
Das Rathaus als zentrales öffentliches Gebäude setzt ein sichtbares, nachhaltiges Zeichen, ist Vorbild für private, gewerbliche und kommunale Begrünungsprojekte.
Es geht darum, die Klimaresilienz zu stärken.
Eine Rathausbegrünung würde dabei einen messbaren Beitrag zu Hitzevorsorge, Stadtklima und Klimaanpassung leisten. Begrünung öffentlicher Gebäude stärkt zudem das Umweltbewusstsein und die Akzeptanz kommunaler Klimaschutzmaßnahmen.
Frühzeitiges Handeln verhindert wachsende Folgekosten und Überforderung in der Zukunft.